Sachkundeprüfung § 34a: kostenlose Übungsfragen nach Sachgebieten
Der schriftliche Teil der Sachkundeprüfung § 34a umfasst 82 Aufgaben in 120 Minuten, und von 120 erreichbaren Punkten werden 60 zum Bestehen benötigt. Geprüft werden die sieben Sachgebiete nach § 7 BewachV. Auf den folgenden Seiten stehen zu jedem Sachgebiet fünf kostenlose Übungsfragen, jede mit der Vorschrift, aus der sich die Antwort ergibt.
Wie der schriftliche Teil aufgebaut ist
Im schriftlichen Teil sind 82 Aufgaben in 120 Minuten zu bearbeiten. Eine Aufgabe zählt so viele Punkte, wie sie richtige Antworten enthält, höchstens zwei. Daraus ergeben sich 120 erreichbare Punkte, und 60 davon, also 50 Prozent, sind zum Bestehen nötig. Wer mehr Antworten ankreuzt als richtig sind, erhält für die gesamte Aufgabe null Punkte. Diese Punktzahl gilt seit dem 1. Juli 2025. Ältere Vorbereitungsmaterialien, die von 100 Punkten oder von 72 Fragen sprechen, beschreiben eine Prüfung, die es so nicht mehr gibt.
- 82 Aufgaben, 120 Minuten, 120 erreichbare Punkte.
- 60 Punkte zum Bestehen, das sind 50 Prozent.
- Zu viele Kreuze bei einer Aufgabe: null Punkte für diese Aufgabe.
Der mündliche Teil folgt erst nach dem schriftlichen
§ 11 Abs. 1 BewachV schreibt einen schriftlichen und einen mündlichen Prüfungsteil vor. Zum mündlichen Teil wird nur zugelassen, wer den schriftlichen bestanden hat, und bestehen muss man beide. Der mündliche Teil dauert je Prüfling etwa 15 Minuten; nach § 11 Abs. 2 BewachV dürfen höchstens fünf Prüflinge gleichzeitig geprüft werden. Der Schwerpunkt liegt auf den Sachgebieten Nr. 1 und Nr. 6, also auf dem Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und auf dem Umgang mit Menschen. Nach bestandenem schriftlichem Teil läuft eine Frist von zwei Jahren: Wird der mündliche Teil in dieser Zeit nicht bestanden, gilt die Sachkundeprüfung insgesamt als nicht bestanden. Nicht bestandene Teile dürfen einzeln wiederholt werden, eine bundesweit einheitliche Wartefrist zwischen zwei Versuchen gibt es nicht.
Die sieben Sachgebiete nach § 7 BewachV
Jede Aufgabe des schriftlichen Teils lässt sich einem dieser sieben Sachgebiete zuordnen. Die Reihenfolge ist die der Verordnung, und sie ist auch die Reihenfolge der Übungsseiten unten.
- Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich Gewerberecht
- Datenschutzrecht
- Bürgerliches Gesetzbuch
- Straf- und Strafverfahrensrecht einschließlich Umgang mit Waffen
- Unfallverhütungsvorschrift Wach- und Sicherungsdienste
- Umgang mit Menschen, insbesondere Verhalten in Gefahrensituationen und Deeskalationstechniken
- Grundzüge der Sicherheitstechnik
Wie viele Aufgaben kommen aus welchem Sachgebiet?
Das ist nicht bekannt. Weder der DIHK noch die einzelnen Industrie- und Handelskammern veröffentlichen, wie sich die 82 Aufgaben auf die sieben Sachgebiete verteilen. Jede Angabe dazu ist eine Schätzung, auch die Gewichtung, mit der die Übungsprüfungen in unserer App zusammengestellt werden: Sie beruht auf dem Umfang, den der DIHK-Rahmenplan den einzelnen Sachgebieten einräumt, und nicht auf einer amtlichen Verteilung. Wer sich auf eine bestimmte Verteilung verlässt, wettet auf eine Zahl, die niemand veröffentlicht hat. Alle sieben Sachgebiete durchzuarbeiten ist die einzige Vorbereitung, die von dieser Unsicherheit nicht abhängt.
Was auf diesen Seiten steht und was nicht
Zu jedem Sachgebiet stehen hier fünf Übungsfragen, zusammen 35 von 717 Fragen des Fragenkatalogs. Sie sind kostenlos, brauchen keine Anmeldung und laufen im Browser. Jede Frage nennt unter der Erläuterung die Vorschrift, aus der sich die Antwort ergibt, damit sie im Gesetzestext nachprüfbar ist. Der vollständige Katalog, die Karteikarten, die Themenblätter und die Übungsprüfung mit Zeitnahme stehen in der App. Zwei Dinge bildet auch die App nicht ab: den mündlichen Teil, für den kein bundesweit einheitlicher Katalog von Gesprächssituationen veröffentlicht ist, und die anteilige Wertung der Zwei-Punkte-Aufgaben. In der echten Prüfung bringt eine von zwei richtigen Antworten einen Punkt; in der App wird eine solche Aufgabe nach dem Alles-oder-nichts-Prinzip gewertet. Das Übungsergebnis fällt dadurch eher strenger aus als in der Prüfung, nie milder.
Vorbereitungskurs, Gebühr und die Verwechslung mit der Unterrichtung
Ein Vorbereitungslehrgang ist keine Zulassungsvoraussetzung. Zur Prüfung anmelden kann sich auch, wer im Selbststudium gelernt hat. Häufig verwechselt wird die Sachkundeprüfung mit der 40-stündigen Unterrichtung nach § 34a GewO; das sind zwei verschiedene Nachweiswege, und die Unterrichtung reicht für einen Teil der Tätigkeiten gerade nicht aus. Die Unterrichtung findet nach § 6 Abs. 1 BewachV in mündlicher Form statt und setzt deutsche Sprachkenntnisse mindestens auf dem Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens voraus. Bei der Gebühr gibt es keinen bundesweit einheitlichen Preis: Je nach zuständiger Industrie- und Handelskammer liegt sie etwa zwischen 122 und 430 Euro, weshalb sich vor der Anmeldung ein Blick in die aktuelle Gebührenordnung der gewählten Kammer lohnt.
Übungsfragen nach Sachgebieten
Grundgesetz, Gewerberecht, § 34a GewO und BewachV
DatenschutzrechtDSGVO und BDSG im Wach- und Sicherungsdienst
Bürgerliches GesetzbuchBesitz, Eigentum, Hausrecht, Haftung und Fundrecht
Straf- und Strafverfahrensrecht einschließlich Umgang mit WaffenStGB, StPO, Jedermannsrechte, Notwehr und WaffG
Unfallverhütungsvorschrift Wach- und SicherungsdiensteDGUV Vorschrift 23 und DGUV Vorschrift 1 im Dienstalltag
Umgang mit MenschenVerhalten in Gefahrensituationen und Deeskalationstechniken
Grundzüge der SicherheitstechnikMechanische Sicherung, Melde- und Zutrittstechnik
A guide to the Sachkundeprüfung § 34a
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- §34a Sachkundeprüfung Explained
Germany's §34a Sachkundeprüfung is a two-part exam for the security industry: an 82-question written test plus an oral exam, both held at your local IHK.